Bayerns Finanzminister Fahrenschon kritisiert Steueroase Irland

Georg Fahrenschon fordert von Irland höhere Unternehmenssteuern. „Mindestens 20 Prozent sollten es schon sein“, sagte der CSU-Politiker.

Es war sein erster Besuch im Club Wirtschaftspresse. Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon kam spät, redete dann aber Klartext: Irland könne nach den milliardenschweren EU-Hilfen künftig keine Steueroase mehr sein. Die dortige Unternehmenssteuer von zwölf Prozent – weit weniger als die Hälfte des deutschen Niveaus – müsse dringend angehoben werden. „Mindestens 20 Prozent sollten es schon sein“, sagte der CSU-Politiker, der als einer der potenziellen Nachfolger von Ministerpräsident Horst Seehofer gehandelt wird.

Unter Kontrolle muss der Finanz-Fachmann aber noch die Probleme bei der BayernLB bekommen. Als Chef des Aufsichtsrats der zweitgrößten deutschen Landesbank machte Fahrenschon deutlich, dass die Partnersuche nach dem geplatzten WestLB-Deal nicht auf Eis gelegt ist. Allerdings braucht die BayernLB 2011 ein weiteres gutes Jahr, um in der Gunst möglicher Investoren zuzulegen. Eine Fusion unter Landesbanken sei sehr schwierig, aber nicht unmöglich. Die immer wieder diskutierte Kombination aus BayernLB und der baden-württembergischen LBBW wollte Fahrenschon ausdrücklich nicht ausschließen. Außerdem zeigte er sich gesprächstbereit, sollte das angedachte Konstrukt um die Helaba und DekaBank kontretere Formen annehmen und München ins Boot holen wollen.

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