Hat „50+1“ in der Bundesliga eine Zukunft?

Sollten Investoren auch die Mehrheit an einem Profi-Fußballklub halten dürfen? Wenn es nach FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer geht, ist die Antwort klar: „Ich bin der festen Überzeugung, dass ’50+1′ abgeschafft werden und jeder Verein selbst entscheiden sollte.“ Das sagte Hainer, der auch Aufsichtsratschef der ausgegliederten FC Bayern München AG ist, am Donnerstagabend im Club Wirtschaftspresse München. „Warum wird den Vereinen vorgeschrieben, was sie zu tun haben?“

Präsident und Präsidentin: Herbert Hainer vom FC Bayern und Angela Maier vom Club Wirtschaftspresse

Nach den derzeit geltenden Regeln dürfen externe Investoren nicht die Mehrheit der Stimmrechte an den Profiklubs übernehmen, der dahinterstehende Verein muss stets das Sagen haben. Das schreckt viele potente Investoren ab. Gerade prüft das Bundeskartellamt allerdings Ausnahmen, wie sie etwa für Bayer 04 Leverkusen und den VfL Wolfsburg gelten. „Je nachdem, wie das Kartellamt entscheidet, kann da wieder Dynamik reinkommen“, sagte Hainer.

Für die Bayern schloss er einen Verkauf der Mehrheit aber erneut aus. Derzeit sind Adidas, die Allianz und die AUDI AG mit je 8,33 Prozent bei den Profis beteiligt.

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